Leitfäden zum Barriereabbau
Für Veranstaltungen und Öffentlichkeitsarbeit
In unseren Beratungsgesprächen spielt der Abbau von Barrieren immer wieder eine Rolle. Dabei haben viele Kulturinstitutionen ähnliche Fragen: Was müssen wir tun, damit unser Programm barrierefrei wird? Was brauchen blinde Menschen? Wie binden wir Deutsche Gebärdensprache in unsere Veranstaltung ein? Wie können wir unsere Kommunikation vereinfachen? Und so weiter.
Wir haben diesen Wunsch nach praxisnahen Tipps zum Anlass genommen, um in Kooperation mit kultur_formen mehrere Leitfäden zu erstellen, die dabei unterstützen, häufige Barrieren bei Kulturveranstaltungen abzubauen.
Natürlich geben Leitfäden nicht die Antwort auf alle Fragen. Sie ersetzen nicht die eigene Auseinandersetzung mit diskriminierenden Strukturen. Außerdem müssen sie an die jeweils individuellen institutionellen Prozesse angepasst werden. Aber sie können einen Impuls geben, um erste Schritte zu gehen und mit dem Abbau von Barrieren zu beginnen.
Veranstaltungen mit Deutscher Gebärdensprache
Was muss ich als Veranstalter*in beachten, wenn ich Deutsche Gebärdensprache ins Programm einbinden will? Der Leitfaden Veranstaltungen mit Deutscher Gebärdensprache gibt für jede Phase der Umsetzung – vom Konzept über die Vorbereitung bis zur Durchführung – wichtige Hinweise, die eure Veranstaltung mit DGS zu einem Erfolg machen und auch Taubes Publikum gezielt erreichen. Am allerwichtigsten: Verdolmetschung in DGS ist gut, aber Selbstrepräsentation Tauber Akteur*innen ist besser!
DGS...was?
Ihr plant konkret eine Veranstaltung, bei der zwischen Deutscher Gebärdensprache und Deutsch verdolmetscht wird. Aber die Gäste eurer Podiumsdiskussion oder die Referent*innen der Vorträge haben sich bisher vielleicht noch nie mit DGS beschäftigt?
Unser Leitfaden DGS...was? bereitet eure Gäste optimal darauf vor, zu einer gelungenen Verdolmetschung und somit einem wirklich gleichen Zugang für Taubes und hörendes Publikum beizutragen.
Selbst- und Bildbeschreibungen
In der Zusammenarbeit mit blinden und sehbehinderten Menschen sind Selbst- und Bildbeschreibungen eine wichtige Methode für einen gleichberechtigten Zugang. Selbstbeschreibungen helfen blinden oder sehbehinderten Menschen, eine Vorstellung von Personen zu entwickeln und sich leichter an sie zu erinnern. Bildbeschreibungen bei Präsentationen wiederum unterstützen dabei, dem Vortrag zu folgen und keine Informationen zu verpassen. Der Leitfaden Selbst- und Bildbeschreibungen zeigt euch wie's geht.
Sprache vereinfachen
Kennt ihr das? Ihr sitzt bei einer Veranstaltung oder lest ein Formular und fragt euch: Um was geht’s jetzt eigentlich? Oft wird im Kunst- und Kulturbereich sehr komplizierte Sprache benutzt. Das ist nicht nur bei komplexen Themen so. Auch „einfache“ Ideen werden oft in akademischer Sprache verpackt. Unser Leitfaden Sprache vereinfachen gibt einige gute Tipps, wie ihr eure eigenen Inhalte verständlicher und lebendiger machen könnt.