Workshop
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18.04.2018 – Probebühne im Podewil | 9:30 - 17:30 Uhr

Welchen Einfluss habe ich auf Ausschlüsse im Kulturbetrieb?

Informationen

Datum

18.04.2018


Uhrzeit

9:30 - 17:30 Uhr


Ort

Probebühne im Podewil , Klosterstraße 68 , 10179 Berlin


Sprache

Der Workshop findet auf deutscher Lautsprache statt.


Zugänglichkeit

Das Podewil ist bedingt barrierefrei. Zugang über Rampe und Fahrstuhl, Unterstützung bei Türöffnung ist möglich. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.


Werkzeuge für die eigene diskriminierungskritische Kulturpraxis

Dass der Kulturbetrieb längst nicht so divers ist wie unsere Gesellschaft ist kein Geheimnis. Wie sich das ändern lässt dagegen schon: Wie lässt sich die Welt der Künste öffnen, damit sie nicht eine Parallelwelt von und für mehrfachprivilegierte Menschen bleibt? Der Workshop will für Privilegien sensibilisieren, helfen, die eigene Position zu bestimmen und konkrete Werkzeuge für Veränderung vermitteln.

Im ersten Teil des Workshops geht es um die Reflexion der eigenen Positionierung und Haltung in Bezug auf Privilegien und Diskriminierung. Detektivisch analysieren wir, wie sich Diskriminierung in alltäglichen Situationen, in künstlerischer Praxis, in Institutionen und Strukturen sowie in Bildern und Sprache versteckt und wirkt. Auf der anderen Seite schauen wir auf Privilegien, wie sie das Leben erleichtern und Zugänge zu Ressourcen und Möglichkeiten sichern. Wir entwirren und klären Begriffe wie Diversität, Diskriminierung und Intersektionalität und was diese Begriffe mit der eigenen Biografie und Arbeit zu tun haben.

Im zweiten Teil des Workshops geht es um konkrete Werkzeuge für die eigene  diskriminierungskritische Kulturpraxis. Wie können Personal, Publikum und Angebote diverser werden? Welche Fragen kann ich mir und den Institutionen, in denen ich arbeite oder mit denen ich kooperiere stellen? Wie kann ich erste Schritte hin zu mehr Diversität identifizieren und festlegen? Was  bedeutet in diesem Zusammenhang eine Roadmap oder eine Zielvereinbarung? Ausgehend von eigenen Erfahrungen werden Wege für eine diskriminierungskritischere Praxis erarbeitet.

Der Workshop bietet eine Mischung aus Übungen, Inputs und Video sowie viel Raum für kollegialen Austausch.

Zur Workshopleitung

Anja Schütze ist diplomierte Kultur- und Medienpädagogin (Merseburg) und zertifizierte Business Cultural Trainerin (London). Sie arbeitet als Bildungsreferentin bei der Bundesvereinigung Kulturelle Kinder und Jugendbildung (BKJ) und als freiberufliche Trainerin. Als Bildungsreferentin setzt sie sich für einen inklusiven Transformationsprozess in den Freiwilligendiensten ein. In ihrer freiberuflichen Tätigkeit arbeitet sie als Trainerin im Kontext von Diversität und Diskriminierung und setzt wechselnde Filmprojekte um.