Relaxed Performance

rɪˈlækst pəˈfɔː.məns

Relaxed Performance

richtet sich an ein Publikum, das von einer entspannteren Theater- und Veranstaltungsatmosphäre profitiert. Sie will eine Willkommensatmosphäre für Zuschauer*innen schaffen, die beispielsweise unkontrollierbare Geräusche oder Bewegungen machen oder die durch die strengen Konventionen in Aufführungsräumen ausgeschlossen werden: zum Beispiel Menschen im Autistischen Spektrum, mit Tourette, mit Lernschwierigkeiten oder chronischen Schmerzen. Aber auch schlicht diejenigen, die sich in einer inklusiveren Umgebung wohlfühlen.

Ursprünglich sind Relaxed Performances von der Autismus-Community entwickelt worden, die für sich nach Wegen gesucht hat, um Kino- und Theatervorstellungen barriereärmer zu gestalten. Relaxed Performances haben in den letzten Jahren vor allem im anglophonen Sprachraum enorm zugenommen. Dabei ist die deutsche Übersetzung „Barrierefreie Vorstellung“ nicht so treffend wie der englische Begriff „Relaxed Performance“. Das Wort „Relaxed“, also entspannt, fasst nämlich das Ziel der Performance besser: Es geht darum, die konventionelle Theateretikette, die Menschen mit Behinderungen oder chronischen Erkrankungen an vielen Stellen ausschließt, so anzupassen, dass Menschen mit Behinderungen in einer entspannteren Atmosphäre in den Genuss von Vorstellungen kommen. Unter dem deutschen Begriff „Barrierefreie Vorstellung“ wird noch zu häufig die bloße Beseitigung von physischen Barrieren verstanden. Dabei beinhalten Relaxed Performances einen viel umfassenderen Ansatz, kulturelle Vorstellungen zugänglich zu machen.