Veranstaltung
Drucken
07.02.2018 – Podewil | 19:00 Uhr

Ein_Schreiben

Informationen

Date

07.02.2018


Time

19:00 Uhr


Venue

Podewil , Klosterstraße 68 , 10179 Berlin


Language

Die Veranstaltung wird in deutsche und englische Lautsprache sowie in Deutsche Gebärdensprache übersetzt.


Accessibility

Das Podewil ist bedingt barrierefrei. Zugang über Rampe und Fahrstuhl, Unterstützung bei Türöffnung ist möglich. Eine barrierefreie Toilette ist vorhanden.


Auf dem Weg zu einem diverseren Literaturbetrieb

Literatur hat das Potenzial, unsere Alltagswahrnehmung zu bereichern, zu erweitern und kritisch zu überprüfen. Sie kann Perspektiven hervorheben, die sonst übersehen werden, verdrängtes Wissen wieder zugänglich machen und Utopien entwerfen. Eine zentrale Aufgabe der Diversitätsentwicklung ist es, diesen Perspektiven Raum zu geben.

Seit seiner Gründung im April 2017 arbeitet Diversity Arts Culture, das vom Berliner Senat unter dem Dach der Kulturprojekte Berlin eingerichtete Berliner Projektbüro für Diversitätsentwicklung, daran, Veränderungen im Berliner Kulturbereich anzustoßen und unterrepräsentierte Sichtweisen zu stärken. Als Auftakt zum zweiten Jahr Diversitätsentwicklung im Berliner Kulturbetrieb lädt das Projektbüro nun zu einer Diskussion über Zugänge im Literaturbetrieb ein.

Mit einer Crowdfunding-Kampagne hielt der Autor Nikesh Shukla dem britischen Literaturbetrieb den Spiegel vor: Innerhalb kürzester Zeit gelang es ihm, das Geld für den Erzählband The Good Immigrant mit 21 Kurzgeschichten von Autor*innen of Color zu sammeln, und den Band 2016 zu veröffentlichen. Er zeigte, dass es nicht nur Stimmen gibt, die im Literaturbetrieb fehlen, sondern auch ein Publikum, das diese Geschichten lesen möchte. In ihren Werken wirft die in London lebende nigerianisch-deutsche Autorin Olumide Popoola einen kritischen Blick auf die komplexen Zwischenräume zwischen Kulturen, Sprachen und Gesellschaft. Ihr Roman When we Speak of Nothing (2017) erzählt aus Sicht zweier Teenager davon, was es heißt, in London aufzuwachsen, Schwarz und queer zu sein. Laura Gehlhaar schreibt in ihrem Blog Frau Gehlhaar „über das Großstadtleben und das Rollstuhlfahren“: Anhand von Alltagserlebnissen zeigt sie strukturelle Dimensionen von Behinderung und damit einhergehende gesellschaftliche Ausschlüsse auf. Auch ihr Roman Kann man da noch was machen? geht der Frage nach, wie die in Deutschland oft beschworene Inklusion tatsächlich gelebt wird.

Gemeinsam diskutieren die drei Autor*innen über Diversität und Sichtbarkeit im Literaturbetrieb.