Workshop
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02.05.2024 – Räume der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung in Mitte

Diskriminierungssensibel Produzieren

Informationen

Datum

02.05.2024


Uhrzeit

10:00 - 15:00 Uhr (mit einer Stunde Mittagspause und kleinen Pausen)


Ort

Räume der Stiftung für Kulturelle Weiterbildung und Kulturberatung in Mitte , Brunnenstraße 188-190 , 10119 Berlin


Sprache

Der Workshop findet in deutscher Lautsprache statt.


Zugänglichkeit

Der Workshopraum im EG ist über eine Rampe treppenfrei erreichbar. Eine rollstuhlgerechte Toilette befindet sich nebenan im Erdgeschoss in der Senatsverwaltung für Kultur und Gesellschaftlichen Zusammenhalt, hinter der Pforte links. Es werden unterschiedliche Sitz- und Liegemöglichkeiten angeboten (Stühle mit oder ohne Kissen, Sitzsäcke, Sofa). Für Fragen oder Anregungen zu Barrierefreiheit können Sie uns über folgende Wege kontaktieren: Telefon: (030) 3030444-25 oder E-Mail: scheibner@diversity-arts-culture.berlin (Dies ist NICHT der Kontakt für die Anmeldung! Siehe Anmeldeinfo unten.)


Als Produzent*innen gestalten und halten wir Räume, in denen kreative Prozesse stattfinden können. Wir übernehmen Verantwortung an der Schnittstelle von Organisation, Administration und Kunst. Welchen Beitrag können wir leisten, um ein diskriminierungskritisches Arbeitsumfeld zu schaffen? Der Workshop „Diskriminierungssensibel Produzieren” richtet sich an Menschen, die Projekte oder Veranstaltungen im Kulturbereich umsetzen.

Wir bauen dabei auf euren Vorkenntnissen zu struktureller Diskriminierung auf. Gemeinsam mit euch untersuchen wir konkrete praktische Umsetzungen für eine diskriminierungssensible, machtkritische und nachhaltige Produktionsarbeit.

Zum Beispiel:

  • Wie kann ich von vorneherein dafür sorgen, dass eine Veranstaltung barrierefrei wird?
  • Was ist wichtig im Umgang mit Kooperationspartner*innen aus marginalisierten Communities?
  • Wie schaffen wir im Team eine gute Arbeitsatmosphäre?
  • Wie können wir Privilegien für eine diskriminierungssensible Praxis nutzen?

 

Wir wollen dabei aus eurem theoretischen und praktischen Erfahrungsreichtum schöpfen, auf Ängste und Befürchtungen eingehen sowie Grundgedanken für bedarfsgerechtes Produzieren formulieren. 

 

Voraussetzung für die Teilnahme ist die Bereitschaft, Einblick in die eigene Arbeitspraxis zu geben und im (selbst-)kritischen Austausch voneinander zu lernen.

 

Der Workshop findet als relaxte Veranstaltung statt: Ihr könnt sitzend oder liegend teilnehmen, euch während des Workshops bewegen oder eure Stim Toys nutzen (Stim Toys sind kleine Spielzeuge, die zur Beruhigung und Konzentration beitragen und vor allem von Menschen aus der neurodivergenten Community genutzt werden)  – alle Formen der Teilnahme sind willkommen! Bitte sorgt für euch selbst, bringt eure gemütlichen Lieblingsklamotten, Lieblingsgetränke, Snacks und alles andere mit, was die Teilnahme für euch angenehm macht. 

Es ist wichtig, dass ihr als Teilnehmende den ganzen Workshop über anwesend seid, da die verschiedenen Teile aufeinander aufbauen.

 

Der Workshop findet im Level 2 im Programm Diversitätskompetenz statt. Level 2 vertieft verschiedene Diskriminierungsdimensionen und gibt Einblick in ihre intersektionale Verschränkung. Erste Kenntnisse über strukturelle Diskriminierung und Privilegien werden hier bereits vorausgesetzt.

Zur Workshopleitung

Der Workshop wird von Melmun Bajarchuu und Agnieszka Habraschka geleitet.

 

Melmun Bajarchuu bewegt sich an den Grenzbereichen von Kunst, Theorie und Politik als Denkerin und Diskurspartnerin und übernimmt in kollaborativen künstlerischen Prozessen diverse Rollen, u.a. als critical companion, Kuratorin und Produktionsleitung. Ihr besonderes Interesse gilt der Verwebung von Theorien und Praktiken im Kontext poststrukturalistischer, post- und dekolonialer sowie queerfeministischer Fragestellungen. Sie engagiert sich in der Initiative für Solidarität am Theater und bei der produktionsbande für intersektionale Perspektiven und gerechtere Arbeitsbedingungen in den Darstellenden Künsten.

 

Agnieszka Habraschka ist Produktionsleitung, Berater*in und Dramaturg*in mit Schwerpunkt auf barrierefreier und anti-ableistischer Kulturarbeit/Performancekunst, Aesthetics of Access sowie intersektionaler Antidiskriminierung. Bis März 2024 war Agnieszka als Produktionsleitung bei dem Netzwerkprojekt Making a Difference tätig. Agnieszka ist neurodivergent, hat nicht sichtbare Behinderungen und hat Erfahrungen von Migration und Armut.

Anmeldung

Die Anmeldung zum Workshop ist bereits abgelaufen und die Warteliste geschlossen.