Was ist Diversitätskompetenz?

Wir verwenden den Begriff Diversität diskriminierungskritisch. Unter Diversitätskompetenz verstehen wir daher ein Wissen um die Wirkungsweisen von struktureller Diskriminierung und Privilegierung. Diversitätskompetenz ermöglicht, die eigenen Spielräume für Antidiskriminierungsarbeit auszuloten und zum Abbau von Barrieren im Kulturbetrieb beizutragen.

 

Welche Angebote gibt es, um die Diversitätskompetenz zu stärken?

Wir bieten Weiterbildungsworkshops an, die eine diskriminierungskritische Kompetenz speziell für den Kulturbereich vermitteln. Die Angebote richten sich an alle, die im Kulturbereich arbeiten - in Institutionen oder als freie Kulturschaffende -, die sich für eigene Privilegien sensibilisieren und an einem diversitätsorientierten Strukturwandel im Kulturbetrieb mitwirken wollen. Wir bemühen uns außerdem, mit unseren Weiterbildungsformaten die Vernetzung von diskriminierungskritischen Akteur*innen im Kulturbereich zu fördern, und diese in ihren jeweiligen Kontexten zu stärken.

Für Kulturschaffende, die eigene Marginalisierungserfahrungen machen, gibt es unterschiedliche Empowermentangebote.

 

Von der Theorie zur Praxis: Inhalte der Workshops

In den Workshops wollen wir Impulse für die eigene Weiterbildung zum Thema Antidiskriminierung geben und eine erste Auseinandersetzung mit verschiedenen Diskriminierungsdimensionen (wie zum Beispiel Rassismus, Ableismus, Klassismus) ermöglichen. Ein Fokus liegt hier darauf, die eigenen Privilegien zu erkennen, um die damit verbundenen Ressourcen für einen strukturellen Wandel einsetzen zu können.

Wir vermitteln daher Methoden, die dabei helfen, die erworbene Antidiskriminierungskompetenz in der eigenen Arbeitspraxis im Kulturbereich umzusetzen.

Viele Fragen können in den Workshops nicht erschöpfend behandelt werden. Deswegen ist eine eigenständige und kontinuierliche Weiterbildung zum Thema Antidiskriminierung notwendig. Die Umsetzung in die Praxis, die viele Teilnehmende besonders interessiert, hängt stark vom Kontext der jeweiligen Institution und ihrer Arbeitskultur ab. Es geht in den Workshops also weniger darum, die ‚perfekte’ Lösung für einzelne Problemstellungen zu finden, sondern darum, die eigene Kompetenz zur Problemlösung weiter zu entwickeln.

 

Workshoplevels: Welcher Workshop ist für mich geeignet?

Die Auswertung unseres Workshopprogramms der letzten Jahre hat gezeigt, dass die Teilnehmenden über sehr unterschiedliche Wissensstände und Erfahrungen mit Diversität verfügen. Wir haben uns daher entschlossen, unser Angebot auszudifferenzieren, um diesen unterschiedlichen Bedarfen gerecht zu werden.

Für den ersten Einstieg in das Thema Antidiskriminierung (oder die Auffrischung des eigenen Wissens) haben wir einen Arbeitskoffer mit einer Auswahl an Links zu einführenden Texten und Ressourcen zusammengestellt.

In unserem Magazin findet sich eine Sammlung mit Tipps für die Praxis. Dafür einfach unter Rubrik nach Diversitätskompetenz filtern.

 

Die Workshops sind in drei Level unterteilt:

 

 

  • Level 1 vermittelt Grundlagen zum Thema strukturelle Diskriminierung und ein Verständnis für eigene Privilegien: Das Einstiegslevel für alle weiteren Workshops.
  • Level 2 vertieft verschiedene Diskriminierungsdimensionen (wie zum Beispiel Rassismus, Ableismus, Klassismus) und gibt Einblick in ihre intersektionale Verschränkung. Erste Kenntnisse über strukturelle Diskriminierung und Privilegien werden hier bereits vorausgesetzt.
  • Level 3 beschäftigt sich mit der gelungenen Umsetzung des diskriminierungskritischen Wissens in die Praxis. Hier werden eigene Handlungsspielräume ausgelotet, sowie konkrete Ideen und Maßnahmen im Austausch mit anderen Teilnehmenden überprüft. Für Level 3 werden die gründliche Kenntnis der Inhalte von Level 1-2 sowie ein kontinuierliches Selbststudium vorausgesetzt.

 

Es müssen selbstverständlich nicht alle Level in dieser Reihenfolge bei uns besucht werden. Im Selbststudium oder in Antidiskriminierungstrainings erworbene Vorkenntnisse zu den genannten Themen können die Voraussetzungen ebenso erfüllen. Auch die Initiative intersektionale Pädagogik oder Phoenix bieten gute diskriminierungskritische Grundlagenworkshops an.

Wir empfehlen Einsteiger*innen, mindestens 2-3 Grundlagenworkshops (Level 1-2) zu besuchen, bevor Sie zur praktischen Umsetzung im Level 3 übergehen. 

 

Wer leitet die Workshops?

Die Workshops werden von verschiedenen Trainer*innen in unserem Auftrag geleitet, die die Formate in engem Austausch mit uns (weiter) entwickeln. Die Ansätze, Schwerpunkte und Methoden der Workshops können sich voneinander unterscheiden, auch wenn sie im gleichen Level stattfinden.

 

Gibt es eine Teilnahmegebühr?

Nein, alle Workshops sind kostenfrei. Die Zahl der Teilnehmer*innen pro Workshop ist allerdings begrenzt. Diese maximale Teilnehmendenzahl (abhängig von der Art des Workshops) garantiert  eine gute Arbeitsatmosphäre und ermöglicht den Austausch der Teilnehmenden untereinander. Wenn Sie sich für einen Workshop anmelden, informieren wir Sie nach Ablauf der Anmeldefrist, ob wir Ihnen einen Platz anbieten können.

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